Review: Finally George – Icy Skies (2021)

Am 13.09. veröffentlichte FINALLY GEORGE, dahinter verbirgt sich das Projekt des Multiinstrumentalisten, Sängers und Produzenten Georg Hahn aus Hamburg, sein zweites Album „Icy Skies“. Neben dem Gesang hat der Mann hinter dem Projekt auch Gitarre, Bass, Tasten, Geige und Perkussion gespielt und zusätzlich etliche Gastmusiker ins Studio gebeten, von denen der bekannteste Todd Sucherman, seit über zwei Jahrzehnten Schlagzeuger bei STYX, sein dürfte.

Schon das erste Album „Life is A Killer“ hatte ich auf dem Schirm, gab es doch hiervon hervorragende Rezensionen, es gelangte aber dann doch nicht zu mir, und so brauchte es bis zu dieser Veröffentlichung, bis auch das Debüt bei mir Einzug hielt. Manchmal lieber spät als nie …

Tracklist:

1. Icy Skies (5:05)
2. Beautiful (5:38)
3. Old Friend (5:55)
4. When Dreams Don’t Die (5:39)
5. Message (5:41)
6. I Adore You (8:31)
7. When Dreams Don’t Die (6:12)
8. Long Way Home (7:13)
9. Father & Son (0:40)

Line-up / Musiker:

Finally George – vocals, violin, bass, guitars, keyboards, percussion



With:
Todd Sucherman – drums & percussion
Matthias Pogoda – piano (4,7,8)
Detlef Bösche – Hammond (1,2,4-8)
John Engehausen – guitar solo (3,8)
Martin Scheffler – blues guitar solo (5)
Ingolf Burkhardt – flugel horn (4,7)
Anja Bublitz – vocals (2,3,5,6,8)
Anne de Wolff – strings (1)

Vergleiche werden ja gerne hinzugezogen, so liest man oft Pink Floyd, Porcupine Tree oder Blackfield, letztere fallen bei mir für den Vergleich mit Finally George schon mal ein wenig raus, war Blackfield in ihrer Anfangszeit mehr im Indie/Alternativ-Bereich unterwegs und sind mir in der jetzigen Ära zu Poplastig. Ich sehe durchaus Parallelen zu Tim Bowness, der auch seit Jahren regelmäßig schöne Alben unter die Musikfreunde bringt …

„Icy Skies“ ist für mich ruhiger und melancholischer ist als sein Vorgänger, aber harmonisch und rhythmisch sehr reich an Ideen. Man spürt die Abgeschiedenheit der letzten zwei Jahre, und welche kreative Kraft sich daraus entfesseln lässt, wenn man wieder Mitstreiter hat um all die Ideen die im Kopf herumgeistern umzusetzen. Schon beim Opener und Titeltrack „Icy Skies“ gibt es eine erste Gänsehaut, ein Song mit feinster Instrumentierung und technisch sehr gut umgesetzt. Auch „Beautiful“ wurde kraftvoll umgesetzt, es bleibt spannend. Bei „Old Man“ brilliert John Engehausen mit einem schönen Gitarrensolo. Man befindet sich auf einer ständigen Entdeckungsreise immer wieder gibt es spannende Momente und Instrumente die sehr harmonisch auf einander abgestimmt sind, so zum Beispiel beim nächsten Track “ When Dreams Don’t Die“, da ist ein Flügelhorn zu hören. Einige der Tracks, so zum Beispiel „Beautiful“, „Old Friend“ und „Message“ sind etwas schneller und auch Härter gespielt, dadurch ergibt sich auch die notwendige Abwechslung die so ein Album braucht. Der Longtrack „I Adore You“ ist auch wieder so ein Artrock-Paradebeispiel, fasziniertes Keyboardspiel, schöne Gitarren, die Musik fliesst …

Mit „Icy Skies“ ist Finally George ein hörenswertes Album gelungen, das nicht nur in der kommenden dunkleren Jahreszeit für verbesserte Laune sorgen sollte. Gemischt wurde das Album von Frank Reinke und durch das Mastering von Ludwig Maier wurde sichergestellt, dass „Icy Skies“ auch ein akustisches Erlebnis ist, und das Artwork schließlich kommt von einem Kreativen, dessen Kunst schon öfter Spuren in der Art-Rook- und Prog-Welt hinterlassen hat: Hajo Müller, der auch als Cover-Artist von Mariusz Duda, Steven Wilson und Blackfield arbeitet. Die Hamburger Artrock-Szene ist durchaus beeindruckend, ich denke da an „Sylvan“, die Projekte „Legacy Pilots“ (Frank Us) oder „Single Celled Organism“ von Jens Lueck und eben „Finally George“ von Georg Hahn.

Wertung: 8.5 / 10

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