Review: Telegraph – Mir (2018)

Musiker

Avi Barack (Drums, Flute)

Liran Herrnstadt (Vocals, Bass)

Eze Sakson (Keyboards)

Tal Rubinstein (Vocals, Guitar)

Veröffentlichung: 2018

Label: Acum

Spielzeit 51:19

Hatte über dieses Album im Vorfeld viel gehört … und war entsprechend neugierig geworden … junge israelische Musiker machen ein Album im siebziger Jahre Stil a la Camel. Das ganze hat für mich durchaus einen roten Faden, die Geschichte dahinter ist auch recht interessant. Zitat auf dem Cover: “Hinter der Entstehung des Albums ‘Mir‘ verbirgt sich die Geschichte von Sergei Krikaljow, der, während er sich in der Raumstation Mir befand, erleben musste, wie sich die Sowjetunion auflöste.“ Davon hatte ich mal was gehört, also nochmal nachschauen. Stimmt der Kosmonaut ist als Sowjetbürger gestartet und kam als Bürger der neu gegründeten Russischen Föderation wieder zurück, seine Heimatstadt hatte auch schon die Umbenennung von Leningrad zu St. Petersburg vollzogen.

Für mich ist es ein phantastischer Soundtrack zu eben der obigen Story geworden, sehr viel instrumentale ruhige Passagen, wo einem Bilder durch den Kopf gehen … wie das wohl da oben abgelaufen ist. Über das ganze Album finden sich Einspielungen von Stimmen und Geräuschen aus der russischen Raumfahrt. Ab und an sind paar Gesangsparts dabei, aber doch deutlich zurückhaltend, das instrumentale steht hier doch im Vordergrund, auch eine Flöte wird eingesetzt – gespielt von Drummer. Insgesamt sehr melodisch und ruhig, mit ein paar Tempowechseln die doch verschiedene Stimmungen erzeugen – spannend, bedrohlich dann wieder besänftigend. Das Gesamtwerk hat für mich doch viele Höhepunkte … auch wenn es nur „Retro“ ist und wenig Innovation bietet … aber genau das wollten die Jungs ja so haben … und das haben sie verdammt gut hingebracht …

Wertung: 8/10 Punkte

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