Review: Cast – Vigesimus (VÖ: 05.03.2021)

Gründer und Mastermind Luis Alfonso Vidales hat mittlerweile über 20 Alben mit seiner Band Cast aufgenommen. Beim deutschen Label Progressive Promotion Records erscheint, nach „Power And Outcome“ 2017, am 05.03.2021 das neue Album „Vigesimus“ der Mexikaner. Es ist die zweite Veröffentlichung über PPR, ein großer Backkatalog der Band ist aber im Shop gelistet und verfügbar.

Tracklist:

1. Ortni (instrumental) (5:31)
2. Black Ashes And Black Boxes (6:18)
3. The Unknown Wise Advice (9:43)
4. Another Light (3:40)
5. Manley (instrumental) (5:16)
6. Location And Destination (7:52)
7. Crossing (10:00)
8. The March (7:21)
9. Contacto (instrumental) I. Primer Acto II. Profundi (10:44)
10. Dredging To The Higher Plane (10:13)

Line-up / Band:

Bobby Vidales / vocals
Lupita Acuña / vocals
Claudio Cordero / guitar
Luis Alfonso Vidales / keyboards, composer
Roberto Izzo / violin
Carlos Humarán / bass, backing vocals
Jose Antonio Bringas / drums, percussion

„Vigesimus“ bietet großartigen symphonischen Prog, der wieder geprägt ist vom abwechslungsreichen Spiel an den Tasteninstrumenten. Bandleader Luis Alfonso Vidales hält die Zügel fest in der Hand, lässt aber seinen Bandmitgliedern genügend Freiraum um sich zu Entfalten. So gehören etliche der gelungensten Momente dem Violinisten Roberto Izzo, der den Stücken eine gewisse Leichtigkeit gibt. Auch Gitarrist Claudio Cordero bekommt Raum für gefühlvolle und teilweise harte Soli, die Arbeit der Rhythmusgruppe ist auf dem Punkt und zupackend. Die beiden Sänger sind sehr solide, aber dennoch steht das Instrumentale hier klar im Vordergrund. Dabei agieren Cast mit Tempo und Raffinesse in den Kompositionen, spielen sehr abwechslungsreich, auch vermehrt mit einer progmetallische Härte.

Wer Cast noch gar nicht kennt, vergleichen lassen sich die Mexikaner am ehesten mit Yes, die melodischen Akzente sind eher bei den frühen Genesis zu finden und die Lust am rockigen, auch gerade durch die eindringliche Violine, erinnert mich beim hören immer wieder ein wenig an Kansas. Und dennoch wirkt das ganze sehr frisch und eigenständig.

Das vorliegende neue Album beinhaltet 10 Song´s, nicht alle mit einer überlangen Spielzeit, auch kürzere Stücke wie „Another Light“ oder „Black Ashes And Black Boxes“ zum Beispiel bestechen mit schönen Melodien, die auch gleich im Kopf bleiben, so ist dieses Album nicht so schwer zugänglich, wie manch andere dieses Genres. Der Opener „Ortni“ ist ein reiner instrumental gespielter Track, der aber ohne langes Vorgeplänkel gleich losgeht und zündet. Mit „Manley“ ist in der Mitte des Albums noch ein zweites Instrumentalstück enthalten und drei der Song´s knacken auch die Zehnminutenmarke. Insgesamt bieten Cast rasanten Progressive Rock und manche Stücke sind fast schon klassisch zu nennende Sympho-Progger. Eigentlich kann man mit „Vigesimus“ – sofern man natürlich dem Genre gewogen ist – nicht viel falsch machen.

Cast überzeugen mich auch im Jahre 2021 wieder mit einem temperamentvollen und abwechslungsreichen Album, wobei der Melodiefaktor inzwischen einen größeren Raum eingenommen hat. Der gute Gesang sowie die klassisch-folkloristischen Farbtupfer und auch eine gewisse Härte aus dem Progmetalbereich bereichern die Cast-Qualitäten zusätzlich.

Wertung: 8 / 10

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