Review: Time Shift Accident – Chronosthesia (2019)

Der Name Michael Schetter dürfte den meisten Musikfreunden ein Begriff sein, organisierte er doch jahrelang das renommierte Generation Prog-Festival in Nürnberg und spielt noch bei Relocator und einige haben ihn auch als Bassisten bei Seven Steps To The Green Door erlebt. Die anderen drei Bandmitglieder sind auch alle Meister ihres Faches,  so zum Beispiel Drummer Paul Ettl, er studierte Musik in Nürnberg, Gitarrist Dave Mola vielen auch als Gitarrist bei Effloresce bekannt sowie Keyboarder Günter W. Schmuck, der als letzter zu TSA stieß, konnte nach seinem Jazz Piano-Studium Erfahrungen in zahlreichen Bands sammeln. Die unterschiedlichen Richtungen spiegeln sich zwangläufig dann auch dem Album wieder.

Label: Generation Prog

VÖ: 12.11.2019

Medium: CD / Download

Spielzeit: 57:57

Tracklist:

1. Cold Case

2. Boonar Eclipse

3. Ignalina Forest

4. Wish

5. Damascus Dance

6. Pompei

7. Borsuki

8. The Hand of God

Band:

Michael Schetter: Bass

Paul Ettl: Drums

Günter W. Schmuck: Keyboards

Dave Mola: Gitarre

Hervorragende Instrumental-Formationen gibt es bereits in beachtlicher Anzahl, jedoch bei den Vertretern der progressiv,-instrumentalen Variante sieht es dann doch etwas anders aus. So bedienen die meisten bekannten Band´s dann doch eher eine feste eingeschlagene Richtung, bei TSA sehen die Einflüsse dann doch etwas anders aus, so das ein sehr vielschichtiges, abwechslungsreiches Album entstanden ist. Los geht es mit „Cold Case“ jedenfalls schon einmal sehr verheißungsvoll. Kurzes Intro mit dem Piano, aber spätestens wenn die gesamte Band loslegt und sich das herrliche Wechselspiel zwischen Keyboards und Gitarre entfaltet, wird das erste Stück zu einer großartigen Nummer, die sich sehr schnell einbrennt, auch ohne Gesang bleibt hier vieles hängen. Noch eingängiger wird es sogar beim folgenden „Boonar Eclipse“, hier zeigt Dave Mola am Sechssaiter sein Können, indem er einige Licks aus dem Ärmel zaubert, die stark an andere Größen an diesem Instrument erinnern. Auch das nachfolgende „Ignalia Forest“ kann mich überzeugen, schön groovende Basslines, leichte Gitarren, gerade in diesem Song gibt es schöne kleine Freiräume, in denen der Keyboarder, der Gitarrist und der Bassist sich solistisch ein wenig entfalten können. Es wird aber nie der Rahmen verlassen, alles harmoniert wunderbar zusammen. „Wish“ verlässt dann erst einmal die schnellere Gangart und gibt einen ruhigen Gegenpart zum bislang gehörten, auffällig hier eine wunderschöne Gitarrenlinie, großartige Melodien fangen den Hörer ein.

Zweifelsohne ein Highlight ist das nachfolgende „Damascus Dance“ mit orientalischen Einflüssen gespickt, fetten Heavy-Gitarren, ein absolutes Musterbeispiel, wie man viele Einflüsse in ein knapp 12 minütiges Stück packen kann, damit selbst der anspruchsvollste Freund der progressiven Musik sich gut unterhalten fühlt. Bei „Pompei“ wird noch mal mit funky Rhythmen gearbeitet, „Borsuki“ beginnt mit einem sehr ruhigen, einfühlsamen schönen Piano, die Gitarre nimmt dann das Thema auf, im Mittelteil ist auch der Bass von Michael Schetter noch einmal schön eingesetzt, insgesamt ein sehr melancholischer Titel. Der letzte Track „The Hand Of God“ überschreitet noch einmal die Zehnermarke, jeder der vier darf hier noch einmal sein Können zeigen, schöne Soli, das ganze jetzt in einer ruhigeren Gangart, ein sehr entspannter Ausklang, von einem sehr vielversprechendem Album. Ein gelungenes Debüt ….

Wertung 8 / 10

Mehr Informationen und Order unter www.generation-prog.com

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