Review: Metamorphosis – I´m Not A Hero

Die Schweiz ist zwar kein Schwerpunkt für Progressive Rock, aber im Laufe der Jahre haben sich viele Schweizer Bands unter Kennern einen Namen gemacht. Bands wie Leech, Monkey3, Clepsydra, F.O.R.S. und nicht zuletzt METAMORPHOSIS aus dem französischsprachigen Teil. Gründer und Mastermind Jean-Pierre Schenk war das einzige feste Mitglied in der 20-jährigen Geschichte, die 2002 mit dem Debüt „After All These Years“ begann. Danach veröffentlichten sie kurz hintereinander zwei weitere Alben „Nobody Cares“ (2003) und „Then All Was Silent“ (2005) bevor sie für die nächsten beiden Alben „Dark“ (2008) und „The Turning Point“ (2016) längere Pausen einlegten. Auch wurde die Stilrichtung zunehmends verändert. „Mir wurde klar, wie sehr Musik vom Privatleben abhängt“, sagt Jean-Pierre. „Wenn es hart auf hart kommt, wird deine Musik härter, komplizierter“.

Label: Progressive Promotion Records

PPRCD095

VÖ: 09.07.2021

Tracklist:

1. Dark World (7:37)
2. I’m Not A Hero (6:15)
3. Little Stars Desintegrate (7:24)
4. When Life Starts Again (3:39)
5. More Is Less (6:42)
6. I Will Leave Tonight (6:43)
7. Leftovers (7:00)
8. So Now What (4:15)
9. So Hard’s The Road (6:52)

Lineup:

Jean-Pierre Schenk (Vocals, Keyboards)
Olivier Guenat ( Guitars, Bass)
Alain Widmer (Drums)

Für die neueste Veröffentlichung „I’m Not A Hero“, erstmals über PPR-Records, kehren Metamorphosis zu ihren Wurzeln zurück. Nicht mit so viel Bezug zu Pink Floyd wie in den frühen Werken, aber dennoch voller schöner Harmonien, grandioser Klanglandschaften und einem entspannten Feeling. Innovationspunkte für neues kann man aber nicht vergeben, so ist das Album doch sehr klassisch im Neoprog-Stil gehalten hat aber dennoch immer wieder Überraschendes parat. Neun Song´s auf knapp 57 Minuten verteilt, darunter ein kürzerer Titel “When Life Start Again” instrumental gehalten. Komponiert wurde das Album von Jean-Pierre Schenk, arrangiert dann gemeinsam mit Olivier Guenat, Texte kamen von Gabrielle Mäder und produziert wurde bei Olivier Guenat im “Phantom Studio 48”.

Die Stimme von Jean-Pierre ist etwas gewöhnungsbedürftig, an manchen Stellen kam mir ein Vergleich mit dem Sänger von Credo in den Sinn, und ich hätte ich mir ab und an noch mehr Emotionen gewünscht.  Insgesamt bewegen sich die Kompositionen zwischen modernem Neoprog und anspruchsvollem Melodic Rock. Die musikalische Umsetzung lebt von schwelgerischen Melodiebögen, da setzt die Gitarre von Olivier Guenat zusammen mit den Keyboardflächen das Grundgerüst. Nach mehreren Hördurchgängen offenbart sich immer wieder neues, so ein orchestraler Mittelteil in “I Will Leave Tonight”, der Opener “Dark World” kommt sehr abwechslungsreich daher, rockt sogar richtig, im weiteren Verlauf des Albums wird das Niveau des ersten Stückes weitgehend gehalten, mal mit dichtgewebten Arrangements, mit üppigen Keyboardteppichen und geschmackvollen Gitarrensoli, wie beim Titeltrack oder auch “Little Stars Desintegrate”, mal treibend-rockig wie “More Is Less”. Mit “Leftovers” hat es auch eine schöne Ballade auf das Album geschafft. Insgesamt eine sehr melodische Angelegenheit, Fans von klassischem Neoprog können hier wohl bedenkenlos zugreifen …

Wertung: 7.5 / 10

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