Konzertbericht: The Pineapple Thief – Dresden, Club Tante JU 11.03.2022

Am Freitag, den 11.03.2022 gastierte „The Pineapple Thief“ bereits zum sechsten mal in Dresden. Veranstaltungsort war der Club „Tante Ju“ und die Band hatte als Support „Trope“ dabei. Nicht mit voller Band, sondern mehr akustisch, in Form von Sängerin Diana Studenberg und an der akustischen Gitarre Dave Thompson. „Trope“ ist eigentlich eine alternative Rockband mit progressiven Elementen aus Hollywood, LA, mit der Sängerin Diana Studenberg. Die Band wurde 2016 gegründet und verbrachte die nächsten Jahre mit dem Schreiben und Aufnehmen von Demos, aus denen ihr Debütalbum „Eleutheromania“ wurde.

Nachdem sie die Demos für „Eleutheromania“ aufgenommen hatten, wurde die Musikindustrie auf sie aufmerksam, darunter Mike Fraser (AC/DC, Metallica), der sich bereit erklärte, das Album zu produzieren. David Bottrill (Tool, Peter Gabriel) bekundete ebenfalls sein Interesse und erklärte sich bereit, das Album kreativ zu beraten und abzumischen. Ted Jensen (Eagles, Dave Mathews Band, Pantera, AIC) übernahm das Mastering des Albums. Die Musik von „Trope“ verbindet hypnotische Rhythmen mit dunklen, progressiven Elementen, während der zarte, angstbesetzte Gesang darüber schwebt. Das Konzept von „Eleutheromania“, was so viel wie „manischer Freiheitseifer“ bedeutet, durchdringt ihre Musik, die sich danach sehnt, aus Mustern auszubrechen.

Setlist:

Lambs

Plateau

Surrogate

Planes

Pareidolia

Seasons Change

Diana und Dave spielten einen halbstündigen Set, und zogen die Fans von der ersten Sekunde an, in ihren Bann. Ein äußerst vielseitiger Gitarrist und eine außergewöhnlich gute Stimme, vielen Anwesenden noch gänzlich unbekannt, überzeugten die hier Anwesenden doch relativ schnell mit ihren dargebotenen Stücken. Kennt man das Album in der originalen Bandversion, was ich an der Stelle nur empfehlen kann, sind die Song´s in diesen gespielten Versionen, um einiges anders, sind viel emotionaler und Ausdrucksstärker. Ein wirklich gelungener Start in den Abend.

„The Pineapple Thief“ begannen danach pünktlich ihre Show mit dem Opener „Versions Of The Truth“. Der Saal war mittlerweile gut gefüllt, vielleicht nicht ganz so viele, wie beim letzten Auftritt der „Your Wilderness-Tour“ hier in Dresden vor 5 Jahren. Neben Frontmann Bruce Soord, Steve Kitch, John Sykes und Gavin Harrision agierte an der zweiten Gitarre Beren Matthews. Darauf folgte „In Exile“ und „Demons“. Eine kurze Ansage ans Publikum, auch mit einem „Dankeschön“ an die Vorband. Nach fast zwei Jahren ohne Touren, merkte man der Band die Spielfreude durchaus an, auch Gavin Harrison, der eigentlich oft eher ohne Emotionen an seinem Drums rüberkommt, huschte öfter ein Lächeln über die Lippen.

Weiter ging es mit „Our Mine“ und „That Shore“, bevor mit „Give It Back“, dann auch mal ein etwas älterer Track, präsentiert, in neuem Gewand folgte. Wie ja bekannt sein dürfte, bringen die Jung´s im Mai ein „neues“ Album auf den Markt, wo alte Stücke durch Gavin Harrison umgearbeitet wurden. Für mich ein nächstes Highlight, die Version von „Fend For Yourself“, auf dem Album „Your Wilderness“ schon zu meinen Favoriten zählend … der Sound und das Licht waren richtig gut, und auch das Team der „Tante Ju“ taten alles für einen schönen Konzertabend!

„Far Below“, „Driving Like Maniacs“ waren die nächsten Stücke im Set, solide präsentiert und mit „White Mist“ folgte wieder ein Longtrack, der nach ruhigem Beginn äußerst intensiv endet. Für mich eins der Meisterstücke der letzten TPT Releases. „Gefolgt von „Uncovering Your Tracks“ und dem letzten Stück des regulären Sets „Wretched Soul“. Auch das Stück wurde in einer überarbeiteten Version dargeboten. Dann war Schluss, aber die Band lies sich nicht lange bitten und kam zu einem Zugabeteil auf die Bühne zurück …

Als erstes von drei Titeln gab es „Part Zero“ gefolgt von „The Final Thing On My Mind“. Dieses Stück hat sich meines Erachtens jetzt schon zu einem Live-Klassiker entwickelt, eines der stärksten Stücke aus der umfangreichen Bandhistorie, und man merkt hier besonders jedem einzelnen an, welche Freude dieses Stück macht. Vereint es doch alle Trademarks, die die Fans so lieben … als letztes Stück spielten die Fünf dann „Nothin At Best“! Für viele der Anwesenden war es das erste „richtige“ Konzert seit über zwei Jahren, und dementsprechend frenetisch wurde die Band dann auch verabschiedet. Toller Konzertabend in Dresden, mit einer überraschend guten Vorband und einem Headliner der seinem Ruf, auch als sehr gute, spielfreudige Liveband mehr als gerecht wurde.

Setlist:

Versions Of The Truth

In Exile

Demons

No Man´s Land

Our Mire

That Shore

Give It Back

Fend For Yourself

Far Below

Driving Like Maniacs

White Mist

Uncovering Your Tracks

Wretched Soul

Encore:

Part Zero

The Final Thing On My Mind

Nothing At Best

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