Review: Project Patchwork – Ultima Ratio

Was 2015, damals, so erinnere ich mich noch, als Freizeitspaß von Gerd Albers unter dem Namen Project:Patchwork begann, und eigentlich einmalig bleiben sollte, hat sich nach dem zweiten Release von 2018 (Re:Flection) nun im Jahre 2022 zu einem sehr interessanten Projekt des Progressive Rock entwickelt. Eigentlich ein Duo, namentlich Gerd Albers und Peter Koll, haben die beiden mit einer großen Schar von Gästen, unter anderem von szenebekannten Bands wie Mystery, Subsignal, Seven Steps To The Green Door, Flaming Row, Cosmos, Pink Cream 69, Jossi Sassi Band, ihr bislang bestes Werk abgeliefert!

Tracklist:

1. Ultima Ratio pt. I – Prologue (03:42)
2. New Normality (08:55)
3. Weeks Of Sorrow (06:25)
4. Code Red (06:11)
5. Hope (02:37)
6. Dead-End Street (08:28)
7. Depressed Sentiments (06:17)
8. Keepers Of The Fire (12:46)
9. Ultima Ratio pt. II – Epilogue (02:48)

Total playing time 58:09

Beginnend schon beim Coverartwork, was sehr gelungen ist, bis hin zu den Themen die hier abgehandelt werden. Ultima Ratio wirft einen Blick zurück auf das Jahr 2020 – ein schwieriges Jahr bezüglich der Covid-19-Pandemie. Das Album stellt nicht die Existenz des Virus oder der Pandemie in Frage, es handelt sich um einen Versuch, die sozialen Konsequenzen der langzeitigen Lockdown-Phasen und der dazugehörigen Maßnahmen zu beschreiben – in Deutschland wie auch weltweit.

Musikalisch wird wieder aus dem vollen geschöpft, jede Menge an Ideen, die da umgesetzt wurden. Was mir besonders auffällt, im Gegensatz zum Erstlingswerk, das Ultima Ratio doch sehr komplex, aber nicht durcheinander daherkommt. Das Album wirkt sehr durchdacht, und die einzelnen Stücke sind gut aufeinander abgestimmt, dadurch ergibt sich ein durchgehender Hörgenuss ohne Brüche. So sollte es bei einem Konzeptalbum ja auch sein. Die Kompositionen sind melodiös und halten eine gelungene Balance zwischen Eingängigkeit und Komplexität.

Über die Qualitäten der einzelnen Musiker muss hier nicht im einzelnen eingegangen werden, die Namen sprechen für sich. Ebenso hier jetzt jeden Track einzeln zu behandeln oder gar Stücke herauszunehmen … macht für mich keinen Sinn, das Album sollte als ganzes gehört werden, den es ist wie Eingangs schon erwähnt ein richtig gutes geworden. Der Mix und das Mastering kommen wieder aus den Händen von Martin Schnella, dessen Overlodge Studio, längst kein Geheimtipp mehr in der Szene ist. Wer es noch nicht kennt, unbedingt mal Antesten!

Wertung: 8.5 / 10

Musiker:

Lars Köhler – vocals
Arno Menses – vocals
Miriam Kraft – vocals
Olaf Kobbe – vocals
Anne Trautmann – vocals
Jean Pageau – vocals, flutes
Gerd Albers – ac. & el.guitars, drums, percussions, backing vocals
Matthias Bangert – bass
Johannes Pott – drums
Marek Arnold – keyboards
Daniel Eggenberger – keyboards
Volker Wichmann – keyboards

Guests:
Ben Azar – lead guitars
Martin Schnella – lead guitars
Marco Wriedt – lead guitars

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Nachfolgend könnt ihr euch den Track „Weeks Of Sorrow“ anhören: Mit Arno Menses am Mikrofon, Gerd Albers liefert die Gitarren, Marek Arnold an den Tasten, Matthias Bangert am Bass sowie Johannes Pott am Schlagzeug.

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