Review: Mark Trueack and Friends – Save Us (2025)

Der Australier Mark Trueack, bekannt geworden als Gründer und Sänger der nicht gänzlich unbekannten Bands Unitopia und UPF, hat fast 30 Jahre nach Gründung von Unitopia sein erstes Solo-Album herausgebracht und sich für Komposition und Einspielung einen Kreis von Freunden eingeladen. Diese umfassen (Überraschung!) seine Unitopia-Kollegen Steve Unruh, der auf allen Stücken präsent ist, Chester Thompson, John Greenwood und Don Schiff (fehlt da wer?), zudem weitere handverlesene Musiker, darunter der US-Keyboarder Dave Kerzner sowie Keyboarder und Gitarrist Steve Layton, der an zwei Kompositionen beteiligt war. ,,Save Us“ nennt sich das Werk und dreht sich textlich um die Zerstörung des Planeten durch den Menschen.

Tracklist:

1. Show Me How (6:25)

2. What We’ve Done (9:08)

3. So Fragile (4:21)

4. Reality (7:05)

5. Save Us (7:12)

Mit 34 Minuten fällt das Solo-Debut von Trueack ziemlich kurz aus. Gerade einmal fünf Stücke umfasst das Werk. Geboten werden melancholische Balladen, die Trueacks wunderbar warme Stimme voll zur Geltung kommen lassen. Da fließt dem Hörer geschmolzener Honig in die Ohren, vortrefflich unterstützt von Unruhs Violin- und Flötenspiel. Musikalische Harmonie ist trotz des schwierigen Themas Trumpf. Und auch wenn der Gesamteindruck trotz der unterschiedlichen Komponisten erstaunlich stimmig ist, gibt es doch auch Grund zur Kritik. Das Ganze klingt nämlich sehr vorhersehbar, mitunter etwas arg betulich (insbesondere im dritten Stück ,,So Fragile“). Da hilft es auch nichts, dass ,,What We’ve Done“ mit neun Minuten Laufzeit an der Tür mit der Aufschrift ,,Prog“ kratzt. Dies erstaunt, beinhaltet das Thema des Albums doch eine gewisse Dramatik, die sich in der Musik so gar nicht wieder findet. Etwas Biss und Abwechslung, ein Gitarrensolo hier, ein Keyboardteppich da, hätte der Sache durchaus gut getan. Es hätte ja nicht gleich Death Metal sein müssen.

Im Fazit handelt es sich bei ,,Save Us“ um ein eingängiges Album, dem jedoch die musikalischen Höhepunkte fehlen.

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