Riverside: Mariusz Duda verkündet das Ende der Band

Bassist und Sänger Mariusz Duda hat seinen Ausstieg bei Riverside bekanntgegeben. Seinen Angaben zufolge ist das auch das Aus für die Band.

Nach 25 Jahren ist für Riverside Schluss. Ganz überraschend kommt das Ende nicht: Schon seit dem vergangenen Sommer war es spürbar stiller um die polnischen Progressive‑Metaller geworden. Während die Band zunehmend aus dem öffentlichen Fokus verschwand, zeigte sich Frontmann Mariusz Duda in den sozialen Medien umso aktiver – allerdings mit Posts zu ganz anderen Projekten. Rückblickend wirkte es fast wie ein leises Abdriften, ein allmähliches Lösen von Riverside, lange bevor die Entscheidung offiziell wurde.

pic: (C) Oskar Szramka

Erst Anfang April erklärte der Musiker: „Wie einige von euch bereits wissen, habe ich die Gitarre vorübergehend beiseitegelegt und mich seit Anfang des Jahres im Radiostudio verschanzt. Warum habe ich dem zugestimmt? Ich wollte etwas Neues ausprobieren und aus meinen gewohnten Mustern ausbrechen. Ganz einfach. Vor allem aus denen, die mich so sehr belastet haben, dass ich fast vergessen hatte, wie es sich anfühlt, frei zu sein.“

Weiter schrieb Duda: „Ich bereue mein Radioabenteuer kein bisschen. Zugegeben, es hat mich in letzter Zeit etwas vereinnahmt. Deshalb habe ich mit dem Frühlingsbeginn beschlossen, wieder etwas mehr Balance zu finden, damit die sprichwörtliche Gitarre auf dem Ständer nicht zu sehr verstaubt. Ich freue mich daher, euch mitteilen zu können, dass Ende April etwas Musikalisches ansteht und am 26.06.2026 noch etwas anderes. Im Allgemeinen nehmen einige neue musikalische Pläne Gestalt an.“

Noch bevor sich überhaupt ein Hoffnungsschimmer am Horizont zeigt, sorgt Mariusz Duda für einen Paukenschlag. In einer aktuellen Mitteilung erklärt er: „Ich möchte hiermit offiziell bekanntgeben, dass meine Reise mit Riverside nach 25 Jahren zu Ende geht.“

Zwischen den Zeilen lässt er erkennen, dass die Stimmung innerhalb der Band schon lange angespannt war. Ohne jemanden direkt zu nennen, spricht Duda von internen Konflikten, die ihm letztlich die Freude und die Möglichkeit genommen hätten, seiner eigentlichen Berufung – dem Musikmachen – nachzugehen. Zudem habe er es nicht länger ertragen, „ein fröhliches Bandimage aufrechtzuerhalten, das in den letzten Jahren mit der Realität nichts mehr zu tun hatte.“

Für Duda bedeutet die Trennung letztlich das Ende einer „toxischen Beziehung“. Diese innere Zerrissenheit spiegelt sich auch im Song The New End wider, der bereits im Rahmen seines neuen Hauptprojekts Lunatic Soul entstanden ist. Der Track sei, wie er erklärt, „vor allem ein Abschied von den Riverside‑Fans“. Die Emotionen, die er dabei kaum habe bändigen können, sprächen für sich. „Ich bin froh, dass ich das endlich aussprechen kann“, sagt Duda – ein Satz, der wie ein lange aufgeschobenes Bekenntnis wirkt.

Aus Dudas Sicht ist die Lage eindeutig. Für ihn gebe es „keine Möglichkeit, dass die Band in ihrer jetzigen Besetzung weiterbesteht. Ein Neustart mit einer anderen Besetzung wäre extrem kompliziert.“

Gleichzeitig macht er klar, dass er persönlich an einem Wendepunkt angekommen ist. Es sei für ihn nun entscheidend, „die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen und sich nicht mehr ausnutzen zu lassen.“ Mit diesen Worten zieht Duda eine klare Grenze – und markiert das endgültige Ende eines Bandkapitels, das für ihn längst nicht mehr stimmig war.

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